2. Herren unterliegt nur knapp dem ungeschlagenen Tabellenführer

Eintracht Leipzig Süd – SG Clara Zektin II 9:6

Clara’s Zweite ist in der aktuellen Saison nicht unbedingt einer der „frühen Starter“. Denn während andere Teams der Liga mitunter schon 4 Spiele absolvierten, hieß es für uns Saisonstart – alle auf die Plätze ! oder auch – an die Tische 😉 Während wir also unseren Winterschlaf kurz vor knapp beendet hatten, trudelten wir bei der bereits „heiß gelaufenen“ Eintracht ein.  Diese, mit 3 hoch gewonnen Spielen bisher unangefochten auf Tabellenrang 1 rangierend stellten sich auf ein bissiges Match ein, indem sie uns mit voller Stammbesetzung empfingen. Wir mussten leider auf unsere Nummer 1 Maik und unseren Kapitano Heiko, der krankheitsbedingt absagte, verzichten. Dafür nahmen  wir die Schmiedecke Brothers mit ins Boot.

Trotz einiger Trainingsrückstände in der Mannschaft ließen wir uns nix anmerken und gingen gleich mit viel Bissigkeit in die Doppel. Wir hofften auf einen Punkt durch unser Doppel 1, Basti und Micha. Trotz einiger guter Bälle  gegen M.Rose und Bach war das Match jedoch auch von vielen Fehlern auf unseren Seiten geprägt und so ging das Spiel am Ende  mit 0:3 an die Gastgeber.

Mit unseren „neu formierten“ Doppeln konnten wir jedoch was teilweise unerwartet Brauchbares einheimsen.  Denn unser jüngster – Gabriel, der erstmalig mit mir doppelte konnte bereits in den ersten beiden Sätzen einige gute Spins sowohl vorhand- als auch rückhandseitig auf die Tischhälfte von Roland Stephan / Hertäg „zaubern“.  Nach 2:1 Führung kamen die erfahrenen Kontrahenten noch einmal heran, bis wir um Fünften dann das glücklichere Händchen hatten, gewannen und das gegnerische Einserdoppel  leicht überrascht uns gratulieren durfte. Danach war ich selbst etwas verwundert ob der eigenen Leistung, und das es mit unserem Schützling doch so gut harmonierte.  Doch auch unser Doppel 3, Niklas und Adrian konnten sich gegen die Laux/Rose – Kombi sensationell durchsetzen. In einem offensiv geprägtem Spiel und taktisch sauberem Aufschlag/Rückschlagspiel sensten die beiden die Gegner mit 3:0 weg, da blieben einem fast die Worte weg. Mit 2:1 Führung ging es also in Runde 1 der Einzel.

Hier spielte Basti sich gegen Roland Stephan ganz ordentlich rein (2:1), konnte zu Beginn auch brachiale Schläge bringen, dir für den Gegner unblockbar waren. Doch letzlich stellte Stephan sein Spiel etwas um, und zwang unseren Basti hin und wieder zu Fehlern. So dass es wiedereinmal im Fünften entschieden werden musste. Hier muss man sagen, dass es am Ende beide verdient hätten, denn bis zum Ende nahm man sich nix. Denkbar knapp musste Basti dann mit 10:12 im 5. Satz passen – schade. Am Nebentisch geriet Micha gegen Sportfreund Martin Rose immer wieder in Bredouille. Auch hier waren es nicht unbedingt die Rallys die entscheiden, sondern eher die „einfachen“ die „so zwischendurch“ gespielte wurden. Wobei Rose auch clever spielte und offensiv auch Druck machte. Am Ende ein gerechtfertigtes 1:3, wobei da definitiv auch mehr drin ist.

Im mittleren Paar hatte ich nun die Gelegenheit mich für die vergangen Matches gegen Sportfreund Bach zu revanchieren. Wobei ich mir wieder ein ekliges Spiel gegen die störerische Noppe des Gegners ausmalte. Dennoch spielte ich an diesem Tage wie entfesselt, war fokussiert und freute mich, nach „Wochen des Sitzens“ endich wieder meine Beine zu bewegen. Dies alles resultierte in ungeheurer Motivation, was ein deftiges 3:0 mit sich zog – Tschakka ! Obacht die Mitte war noch nicht fertig. Denn nebenan fabrizierte Niklas Bälle, die ich persönlich selten bis gar nicht von ihm gesehen habe. Teilweise sah man ihn gegen Laux sogar dominieren – Hut ab. Unsicherheiten waren in diesem Spiel nicht zu sehen. Saubere und harte Topspins schlugen da ein wo sie sollten, so sahen wir das gern. Das logische Resultat: 3:1 gegen einen den besten der Liga – besser gehts nicht !

Unten erhofften wir uns wenigsten einen Punkt der Schmiedecke-Brothers, auch wenn dies nicht unbedingt zu erwarten wäre. Doch mit dem unangenehmen und effektiven Spiel von Hertäg kam Gabriel nicht zurecht und musste mit 0:3 die Segel streichen. Adrian zeigte heute leichte Unsicherheiten auf, was jedoch nicht seiner Normalform entspricht. Phasenweise konnte er uns aber auch wieder mit ansehnlichen Bällen überraschen. Gegen B.Rose kämpfte er sich dann auch in den fünften Satz. Hier hatte er jedoch am Ende bei einem knappen 8:11 das Nachsehen.

Somit führten die Gastgeber zur Halbzeit mit 5:4.

In Runde 2 konnten die Ergebnisse aus Runde 1 im oberen umgedreht werden. Micha brachte es fertig, Roland Stephan mit 3:0 vom Tisch zu schicken – alle Achtung. Vermutlich lag es an der Spielweise, denn man hatte den Eindruck, dass Micha wenig Probleme mit den Aufschlägen Stephans hatte. Starker wichtiger Punkt ! Basti konnte nebenan zeigen, was trotz wenig Trainings noch in ihm „schlummert“. Wahnsinn welche Bälle er M.Rose um die Ohren zog. Dennoch kämpften sich beide in den Fünften. Die platzierten Bälle Roses brachten Basti oft auch in Schwierigkeiten, welche er aber dann durch starke Aufschläge und Nachziehen wieder obsolet stellen konnte. Letzlich verdiente sich Basti ein starkes 11:9 im Fünften und für das Team bedeutet das wieder eine Führung (6:5) – sauber !

Dann folgte für mich wohl eins der besseren Spiele, welches am Ende jedoch – verdientermaßen – zu Gunsten des Gegners protokolliert wurde. Durch gute Auschläge und einigem Rotationswechseln baute ich mir eine gute Ausgangslage – 2:1 Führung. Laux hingegen begriff, dass er nicht immer das gleiche machen konnte u stellte ebenfalls um. Seine Vorhandspins waren dann am Ende auch ausschlaggebend. Zu oft , und zu genau, das war ich zu spät am Ball. Im Fünften hieß es dann alles oder nichts. Ich hab alles gegeben und am Ende nichts brauchbares eingbracht, muss aber gestehen, dass ich mit meiner Leistung nicht unzufrieden war – 10:12 im Fünften, knapp daneben…..

Schade, so hätten wir ggf. 7:5 führen können. Doch unsere unteres Paarkreuz war ja auch noch am Zug. Doch leider ging es bei Adrian schneller zu Ende als geglaubt – 0:3 gegen Hertäg, das war deutlich, und viel zu holen war nicht gegen das Noppen- und Angriffspiel des Linkshänders. Somit konnte uns nur noch Gabriel gegen B. Rose evlt. in eine Entscheidungsdoppel retten. Unser „Doppelkiller“ lag schnell zurück, kämpfte sich aber immer wieder rein. Was auch wichtig war, denn abermals ging es im Fünften um alles. Hier konnte B.Rose aber alle seinen Erfahrungen ausspielen und blockte immer wieder in die weiter Vorhand, so dass Gabriel einen Fuss zu langsam am Ball war. Dennoch starker Kampf  von Gabriel- am Ende etwas unglücklich mit 7:11.

Das Spiel ging mit 9:6 an die Eintrachtler – dazu nochmal Glückwunsch. Man kann jedoch sagen, dass wir erhobenen Hauptes die Halle verlassen haben, denn das wir da heute gezeigt haben, war eine unserer besseren Leistungen. Zumindest spreche ich für die Stammleute. Für die Schmiedecke-Brüder möchte ich einen Satz der Eintrachtler wiedergeben der sich für einige von uns einbrannte:

F.Bach: “ Wir waren heute die bessere Mannschaft – ihr jedoch seid die Zukunft „.

Ganz genau so sehe ich das nämlich auch, vielen Dank für euren Einsatz, ihr beiden, und ihr seid immer wieder gern gesehen. Durch euren Fleiß, Einsatz,  Motivation und Spielfreude wissen wir , dass wir jederzeit ohne Bedenken euch gerne Ersatz anbieten.

Punkte:

Michael Scherf (1), Sebastian Orgass (1), René Weitzel (1,5), Niklas Erdmann (1,5), Adrian Schmiedecke (0,5), Gabriel Schmiedecke (0,5).

 

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