9:6 Sieg der ersten Mannschaft gegen Holzhausen!

Am Samstag den 9.12. bestritten wir das letzte Hinrundenspiel gegen die dritte Mannschaft aus Holzhausen. Wir mussten auf den am Handgelenk verletzten Enrico verzichten, der durch Maik und Duc ersetzt wurde.

Vor heimischer Kulisse starteten wir in die Doppel:

Vincent und ich konnten gegen Becker und Fratzscher mit 3:1 den ersten Punkt einfahren. Robert und Duc mussten sich im fünften Satz gegen Feustel und Jens Mühlmann geschlagen geben, was jedoch durch eine hervorragende Leistung von Paul und Maik beim 3:1 gegen Kohlsmann/Fischer wieder gutgemacht wurde.

Vom 2:1 Zwischenstand lies ich mich dazu hinreißen anzubieten, im Falle eines Sieges den Bericht zu schreiben. Ha, gespoilert.

Die erste Runde der Einzel:

Ich konnte gegen Becker ein gutes Spiel machen und gewann mit 3:0.

Die einzelnen Satzergebnisse aus Vincents Spiel drücken seine aktuelle Verfassung aus, die Nähe von Genie und Wahnsinn im Lorwinschen Sein: Ein resignierter erster Satz, ein erkämpfter zweiter Satz. Ein 11:0 im Dritten ist leider nur ein 11:0 im Dritten und das Spiel ging noch verloren. 2:3.

In der Mitte spielte Robert gegen Kohlsmann, und konnte dabei zumindest Enricos Tippspielgewinnchancen dadurch mindern, dass er das zweite 0:11 des Tages (der Minute!) erzeugte. Das zweite Spiel sollte besser laufen.

Paul verfolgte weiter seine gute Verfassung und gewann eindrucksvoll 3:1 gegen Jens Mühlmann.

Dann betrat Maik Weinert die Bühne. In der für ihn typischen Dialektik aus eleganter, zen-artiger Aufwandsreduktion und seiner peitschenartigen Vorhandkatschemme empfahl er sich nicht nur für weitere Ersatzeinsätze und holte den Punkt zum 5:3, sondern sägte am Stuhl aller, die sich sicher in der ersten Mannschaft wähnen.

Was sollte nach diesem Auftritt noch passieren? Die ersten Zuschauer verließen die Halle.

Als mittlerweile, zumindest gefühlt fester Bestandteil der Mannschaft hatte unsere Nummer 6 Duc Zhendong ein schweres Los und musste sich mit 0:3 Fischer geschlagen geben.

So starteten wir mit 5:4 in die zweite Runde und ein Punkt zumindest erschien nicht mehr so utopisch wie der ein oder andere vor Spielbeginn angenommen hatte.

Ich spielte gegen Feustel und hatte mir dafür vorgenommen, koste es was es wolle, meine Rückhandschwächen nicht länger durch Umlaufen mit der Vorhand auszugleichen, es muss eine bessere Rückhand her. Im ersten Satz musste ich mich knapp geschlagen geben, dann aber konnte ich mit 3:1 gewinnen.

Vincent kam gegen Becker nur satzweise ins Spiel und musste leider im 5. Satz dem Gegner gratulieren.

Robert konnte ein 0:2 mit 3·11:9 in ein 3:2 umwandeln und damit den 7. Punkt für uns einfahren, womit zumindest die Teilnahme am Schlussdoppel gesichert war.

Paul erkämpfte sich in einem Riesen-Spiel gegen Kohlsmann einen 3:2 Sieg. Lange Topspinduelle und Ballonabwehrszenarien von zu weit hinter der Platte konnte Paul für sich entscheiden und damit den 8. Punkt für uns holen.

Dann kam der Moment der Entscheidung: Maik Weinert stieg zum zweiten Mal in die Arena. Die frohe Botschaft seines ersten Einzels hatte sich herumgesprochen: Die Menschen strömten in die Halle, Raucher zogen hektisch ein letztes Mal an ihrer Zigarette um sich dann noch einen Platz auf der Tribüne zu sichern, Menschenmassen aus Connewitz, Gohlis, Reudnitz und Plagwitz, Schweden und China schlugen sich miteinander um noch Zugang zu finden zu dem, was sämtliche Wunder Jesu in den Schatten stellen sollte. Im späteren Verlauf des Abends wurde in unserer theologischen Debatte  die Frage gestellt, ob ein allmächtiger Gott in der Lage ist, einen Stein zu schaffen, der so schwer ist, dass er ihn selbst nicht mehr hochheben kann. Maik Weinert gab in seinem zweiten Einzel die Antwort: Ja er kann es. Maik gewann sein Einzel gegen Fischer mit 3:0 und sorgte damit für den Sieg und, in einem theologischen Sinne auch für den Untergang des Abendlandes.

Ducs zweites Spiel ging dabei ein bisschen unter. Er verlor leider knapp mit 1:3 gegen Noppenspieler Fratzscher, dennoch war die Freude groß, denn alles war erreicht, was wir uns zu hoffen gewagt hatten: Vincent hat angefangen seine Möbel aus meinem Keller zu holen und wir haben wider Erwarten das favorisierte Team aus Holzhausen schlagen können. Das für mich wertvollste war jedoch, dass wir dieses Mal als echtes Team agiert haben.

Axel

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