Landesfinale der Mini-Meisterschaften: Claras Zukunft beim ersten großen Wettkampf

Es war der erste Mai 2017 – paradoxerweise in Deutschland für die Meisten als Feiertag eine schöne Gelegenheit zur zusätzlichen Erholung, obgleich dem Ursprung nach eigentlich der Tag der Arbeit. An die Selbige machten sich 4 unerschrockene Jung-Zetkinesen, samt Eltern und ich als Trainer dieser dynamischen Rasselbande. Durch ihre Erfolge im Leipziger Bezirksfinale der Mini-Meisterschaften hatten sich unsere Mädels Elli (Altersklasse U8) und Lynn (AK U10), sowie bei den Jungs Nathanael (AK U8) und Emil (AK U12) für ihr erstes Turnier auf Landesebene in der großen Döbelner Halle qualifiziert.

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Dabei gab es vorab 2 schwer vorhersehbare Faktoren für unsere „Minis“ : Das Level der eigenen Nervosität beim ersten größeren Auftritt und die Spielstärke der bis dato gänzlich unbekannten Konkurrenz aus den anderen Bezirken. Von Erstgenannter war erstaunlicherweise im gesamten Turnier wenig zu spüren – der Spaß und die Freude am Spiel überwogen sichtlich (in diesen jungen Altersklassen m.M.n. eh das Wichtigste überhaupt beim Tischtennis) 🙂 Doch nun ohne längere Umschweife zu den einzelnen Wettbewerben:

AK U8+U10 der Mädchen

Am Ende standen zwar mit Platz 1 für Elli und Platz 4 für Lynn in ihren Altersklassen beachtliche Erfolge auf dem Papier, getrübt wurde das Ganze leider von der hohen Absage-Quote bei den Mädels. Lediglich 5 der insgesamt 26 qualifizierten Mädchen erschienen am Ende auch de facto in Döbeln. Viel mehr als eine andere Terminwahl kann man dabei den Organisatoren auch leider nicht ans Herz legen – an einem Feiertag in der Woche waren dann doch eher wenige Eltern bzw. Trainer gewillt diesen morgendlichen Kraftakt auf sich zu nehmen. Insgesamt erschienen von den 120 qualifizierten Minis leider bloß 41, auch wenn das Teilnehmerfeld bei den Jungs trotzdem etwas größer war. Nichtsdestotrotz waren im Vergleich zu den letzten beiden kleineren Turnieren sichtliche Verbesserungen im Schupfspiel, bei den Aufschlägen und im Angriff der beiden Clara-Mädels zu beobachten…aussagekräftigere Vergleiche zu ihren Alterskonkurrentinnen werden aufgrund der genannten Umstände auf die kommenden Ranglisten und Meisterschaften vertagt, diesbezüglich vorab schon mal erste Luft im „Wimbledon des sächsischen Tischtennissports“ geschnuppert zu haben, kann jedoch sicherlich nicht schaden 😉

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AK U8 der Jungen

Dass es an diesem Tag für Nathanael wahrlich kein Zuckerschlecken werden würde, zeigte sich bereits in seiner schweren Vorrunden-Gruppe. Zwar konnte er Spiel 1 gegen seinen Kontrahenten aus Ostsachsen noch sicher mit 3:0 gewinnen, in Spiel 2 sah die Tischtenniswelt schon etwas anders aus: gegen den spielstarken Zimmermann vom STTV-Talentstützpunkt Radebeul-Naundorf folgten viele lange und ansehnliche Ralleys…beim Stand von 1:1 Sätzen und 7:9 Punkten steigerte sich sein Unmut in einen ersten kleinen Tränenausbruch – doch dank Time Out inklusive tröstender Worte von Mama und mir folgte die Wende und unser Ausnahmetalent siegte dank großem Kampfgeist mit 3:1. Gerade wieder aufgerappelt und schon muss man gegen den nächsten starken Gegner aus Chemnitz ran, der beidseitig so etwas wie Antis spielte. „Nathi“ kam anfangs überhaupt nicht zu Recht und lag schnell mit 0:2 Sätzen hinten, weitere Tränen kullerten reihenweise und nicht mehr viel deutete auf seinen Sieg hin. Und wenn die Situation aussichtslos erscheint, hilft manchmal nur noch eins: die gute, alte Bestechung (in Form von einer versprochenen Jumbo-Packung Gummibärchen für den Falle des Sieges) 😀  Damit gelang es mir irgendwie einen Schalter bei ihm umzulegen und dank veränderter Taktik konnte auch das letzte Gruppenspiel zum 3:2 gedreht werden. Der Knoten war geplatzt und Nathanael gab im Halbfinale gegen Fretsch (Zwickau) und im Finale gegen Hantschmann (Leipzig) dank (Gummi-)bärenstarker Leistung keinen Satz mehr ab, der verdiente Turniersieg und erste landesweite Titel waren „eingetütet“! 🙂

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AK U12 Jungen

Auch Emil musste sich mit vielen guten Gegnern messen, beendete seine Vorrundengruppe aber dennoch auf Platz 2 hinter Topfavorit Barthold (Leipzig). Dank einer erstaunlichen Leistungssteigerung konnte er im 1/4- bzw. 1/2-Finale gegen die beiden Leipziger Kreusel und Voigt mit 3:0 bzw. 3:1 gewinnen. Vorallem seine Sicherheit im Passivspiel gepaart mit klug-platzierten Blockschlägen gegen Mitfavorit Voigt waren als Schulnote eine glatte 1 😉 Auch wenn im Finale, wie schon in der Gruppe gegen Barthold nichts zu holen war, überwog bereits nur 5 Minuten nach der Niederlage die Freude über einen gelungenen, etwas unerwarteten Silberrang beim Jung-Zetkinesen…Super Leistung, Emil!

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Fazit: Viel Spaß, ein bisschen Nervenkitzel in zahlreichen engen Partien, einige kleine Zwischentiefs und nicht wenige tolle Ballwechsel unserer 4 Minis = „2x“ Gold und 1x Silber. Insgesamt ein schönes Nachwuchsturnier, um erste Wettkampferfahrungen zu sammeln, das man anderen Vereinen durchaus empfehlen kann…denn vor allem bei den Mädels würden sich Lynn+Elli nächstes Jahr über ein paar Gegnerinnen mehr freuen. Danke auch an die Viehwegers, Weickmanns und Brökers für die lobenswerte, elterliche Unterstützung.

 

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