Die Leipziger U15 mit sehr gutem Auftritt bei der Städteolympiade in München

Am vergangenen Freitag begaben sich stellvertretend für unsere Sportstadt Leipzig 4 der besten Mädchen und 4 der besten Jungen der Altersklasse U15 im Tischtennis als bunt zusammengewürfeltes Team zur 14.Städteolympiade ins schöne München. Die aller 2 Jahre stattfindende Veranstaltung entstand 1990 ursprünglich als Reaktion des Arbeitskreises Süddeutscher Sportjugenden und deren Partnerstädte auf die Wiedervereinigung. Ziel ist es seitdem sich getreu des olympischen Gedankens auf fairer und freundschaftlich-verbundener Basis in den Disziplinen Judo, Leichtathletik, Fußball, Streetball, Handball und eben Tischtennis zu messen.

Unsere Leipziger Vertreter durften sich dabei mit den Städten München, Frankfurt, Stuttgart, Dresden und Halle an den grünen Tischen im Olympiapark duellieren, jedoch wurde aufgrund einiger Absagen bei Jungs und Mädels jeweils nur in einer Gruppe im System jeder gegen jeden gespielt. Das Jungsteam setzte sich aus Adrian Schmiedecke (Clara Zetkin), Julius Engler (Markkranstädt), Lucas Heyer (Lindenthal) und Monroe Geyer (BW Lindenau) zusammen. Für die Mädels liefen diesmal Jolanda Willberg (Rotation/Clara), Julia Dressler (Leutzscher Füchse), Leonie Hexelschneider (Lindenthal) und Katharina Kausch (Rotation) auf.

Die Jungs hatten mit den beiden Kader-Stützpunkten aus München und Stuttgart wirklich starke Gegner, in den Duellen mit Dresden und Halle rechnete man sich aber einige Chancen aus.

Gleich im ersten Spiel trafen Sie dann auf unsere sächsichen „Nachbarn“ und es entwickelte sich ein spannendes Match, was leider nach 2 knappen 2:3 Niederlagen insgesamt mit 2:4 Spielen an Dresden ging. Dabei zeigten Adrian und der Dresdner Landesranglistenspieler Arthur Bach das wohl beste Match der Partie und boten sich 5 Sätze lang einen höchst offensiven Schlagabtausch und auch das Doppel zusammen mit Julius wusste durchaus zu überzeugen.

Gegen München und Stuttgart gab es dann bis auf vereinzelte Sätze und einem Punkt von Adrian wie fast erwartet wenig Zählbares zu holen. Die Leistungen von Monroe, Lucas, Julius und Adrian unter auch ziemlich ungewöhnlichen Bedingungen (50m entfernt 30 permanent lautstarke Judoka, häufige Pistolen-Startschüsse der Sprinter, eine Tartanbahn als Untergrund…) waren dennoch als wirklich gut einzuschätzen, so manch knapper Satz sprang gegen die Favoriten bereits heraus und technisch wurden viele schöne Bälle präsentiert. Im letzten Spiel gegen Halle holte sich die Leipziger Equipe dann doch noch das verdiente Erfolgserlebnis und konnte sich mit 4:1 durchsetzen, was am Ende den 4. Platz in der Teildisziplin Tischtennis männlich bedeutete.

Unsere Mädels traten ebenfalls gegen das Kaderteam des Sportbund Stuttgart an und hatten desweiteren noch Halle, Frankfurt und Dresden als Gegnerinnen.

Der Auslosung sei dank hatten wir direkt im ersten Spiel die favorisierten Stuttgarterinnen, die mit den serbisch-stämmigen Spitzen Dujmovic, sowie den beiden Schwestern Nikolic gleich 3 Spielerinnen hatten, die in der Altersklasse U15 bzw. U13 in den Top20 Baden-Württembergs vertreten sind. Blieb der Wettberwerb bei den Jungs in allen Spielen jederzeit friedlich, so waren es in der Mädchenkonkurrenz die Schwäbinnen, die in diesem Spiel stark von olympischer Fairness abwichen als Sie merkten, dass Sie mit andauernder Spielzeit immer mehr auf die Verliererstraße gerieten.

Zwar war für Julia und Jolanda gegen die 1 der Gegner Dujmovic wenig zu holen außer 2 knappen Sätzen, aber in allen anderen Spielen zeigten die Mädels ihre Klasse. Trotz lautstarker Unmutsbekundungen, teilweise leichter Wutanfälle der Stuttgarterinnen und einer Vielzahl an unschönen Gesten, schafften es unsere Leipzigerinnen den Umständen entsprechend ruhig zu bleiben, wodurch sich am Ende, die sichereren und besonneneren Mädchen verdient durchsetzten. Ja lieber Sportbund Stuttgart, es wird auch anderorts ganz gutes Tischtennis gespielt und vielleicht sollten zukünftig die jeweiligen Trainer neben Taktik und Technik auch einen stärkeren erzieherischen Einfluss auf ihre Schützlinge ausüben…aber sei es drum, am Ende ein erkämpftes 4:2 für uns 😉

In den nachfolgenden Spielen gegen Frankfurt, Halle und Dresden ließen die befreit aufspielenden Mädels nichts mehr anbrennen und konnten immer jeweils 4:0 oder 4:1 gewinnen. Hervorzuheben ist hier, dass keine unserer 4 Leipziger Vertreterinnen im Turnier mehr als ein Spiel verloren hat und auch alle Doppel gewonnen werden konnten. Eine Super-Leistung von Leonie, Katharina, Julia und Jolanda – die am Ende mit Platz 1 in der Teildisziplin Tischtennis weiblich belohnt wurde!

 

Am Ende resultierte in der Gesamtwertung ein sehr guter 3.Platz für unsere würdigen 8 Leipziger Vertreter, was an einem von Ausrichterseite eher chaotisch organisierten Wochenende neben den sportlichen Erfolgen jedoch überwog war der tolle Mannschaftsgeist, Zusammenhalt und sehr viel Spaß. Grüße an dieser Stelle auch an die Dresdner Spieler und Betreuer, mit denen man beim gemeinsamen Übernachten viele unterhaltsame Momente erlebte. Am Freitag reisten wir großteils noch als eine Gruppe von Individualisten an, am Sonntag hingegen reisten wir als eine eingeschworene Truppe von Freunden wieder ab und auch für mich als Trainer war das ein absolut positives Erlebnis, an das ich sicher noch lange gern zurückdenke und was mir wieder einmal bestätigt hat wie viel Freude man von den Kids zurückbekommt. In diesem Sinne: vielen Dank für eine schöne Zeit, Gratulation zur hervorragenden Bronze-Lebkuchenmedaille und bis vielleicht in zwei Jahren 🙂

 

 

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