Mission „Jugend voran“ mit kleiner Schwächephase – gebrauchtes WE für die 4. – 1:3 Punkte

Am vergangenen Wochenende hatten wir nun Samstag und Sonntag ein Spiel zu bestreiten. Samstags gings ins beschauliche Mörtitz, während sonntags die heimische Arena gegen Liebertolkwitz wieder gefüllt wurde. Das beide Spiele nicht so einfach werden würden, war uns im vorhinein natürlich klar. Hinzu kam auch noch, dass mein Einsatz am WE aufgrund einer schweren Erkältung bis Samstag früh auf der Kippe stand. Nichtsdestotrotz – aufrecht stehen konnte ich und ein hängenlassen der Mannschaft kam nicht in Frage. Unter den gegebenen Bedingungen und des zweiten Spieles am Sonntag bauten wir die Doppel etwas um, sodass ich im Falle eines möglichen Entscheidungsdoppels, meine Kräfte für Liebertolkwitz sparen konnte. Im Nachhinein betrachtet von einem Fehler zu sprechen wäre übertrieben – unglücklich triffts wohl eher, denn im Vorhinein war es die sinnvollste Variante.

Mörtitz:

Niklas/Gabriel übernahmen den Part des Spitzendoppel´s, während Andreas/ich als Doppel 2 fungierte und Christian/Augustin als Doppel 3 an die Tische traten.

Während Andreas/ich gegen das Spitzendoppel Geißler/Mattersteig überhaupt keine Stich sahen, machten es Niklas/Gabriel etwas spannender gegen das unangenehme Doppel 2 der Gastgeber. Letztendlich mussten jedoch auch sie dem Gegner gratulieren und so lagen wir mit 0:2 hinten. „Toller“ Start. Zum Glück konnte sich unser Doppel 3 (Christian/Augustin) am Ende durchsetzen, sonst hätte das Auswärtsspiel zu einem Debakel führen können, denn das erste Duell des Spitzenpaarkreuzes stand an und mit den Sportfreunden Geißler und Mattersteig, standen uns da 2 Gegner gegenüber die immerhin gegen Tresenwalds starkes oberes Paarkreuz 3 Punkte holte, sodass hier 0:2 Punkte durchaus im Rahmen des möglichen waren und zu einem 0:5 Rückstand hätte führen können. Da war ein 1:2 schon besser.

1. Einzelrunde:

Andreas fand so überhaupt nicht in sein Spiel bzw. hatte er wohl auch mit dem etwas abgespielten RH-Belag des Gegners so seine Probleme, sodass er letztendlich chancenlos war.

Am Nachbartisch musste ich gegen den Altmeister Mattersteig ran, welcher im Tresenwald-Spiel beide Punkte holen konnte. Wer Tresenwald´s oberes Paarkreuz kennt, weiß das da mit den Sportfreund Bickel und insbesondere mit Sportfreund Motschmann bei weitem keine „Laufkundschaft“ aufläuft. Aber egal – Namen sind Schall und Rauch und jedes Spiel ist anders. Irgendwie kam es, dass ich es schaffte mit taktisch klugem Spiel und soweit wie möglich mit kräfteschonendem Spiel den gegnerischen Sportfreund in Schach zu halten. Letztendlich machten hier jedoch meine Aufschläge den Unterschied.

Im mittleren Paarkreuz durften sich nun Niklas und Christian austoben.

Sehr ruhig und taktisch klug agierend sorgten beide für relativ ungefährdete 3:1 Siege die uns mit 4:3 in Führung brachten.

Im unteren Paarkreuz kam es zu einer Punkteteilung. Augustin fand nicht so richtig ins Spiel und musste mit 1:3 die Segel streichen. Zum Glück machte es unser Youngster Gabriel besser, siegte in Satz 1 und 4 jeweils in der Verlängerung und sorgte mit seinem 3:1 Sieg für den nächsten Punkt. Super Vorstellung.

2. Einzelrunde

Im Duell der Zweier konnte Andreas leider nichts ausrichten und war auch hier beim 0:3 letztendlich klar unterlegen.

Am Nebentisch machte ich da weiter wo ich im ersten Spiel aufhörte. Nur mit dem Unterschied, dass ich den ersten Satz verlor. Machte aber nix, denn soviel machte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten nicht verkehrt, sodass es nur 1-2 Feinjustierungen durch Christian/Niklas bedurfte, um das Spiel in die richtige Richtung zu drehen. In (für meine Verhältnisse) aller Selenruhe behielt ich letztendlich die Oberhand und mit einer 6:5 ging es weiter.

In 2 dramatischen Spielen sorgten beide für die 8:5 Führung.

Niklas siegte mit 3:1, wobei 3 Sätze erst in der Verlängerung entschieden wurden und Satz 3 sogar erst mit 17:15 an den Gastgeber Sportfreund Just.

Christian lag nach 3 klaren ersten Sätzen mit 2:1 in Front, musste aber Satz 4 mit 18:16 verloren geben, nachdem er hier schon hoch führte und sogar Matchbälle hatte. Auch eine Auszeit brachte hier für uns keinen besseren Ausgang, sodass der 5. Satz die Entscheidung bringen musste. Nachdem es nun bis zur Mitte des Vierten Satzes für eine ziemlich Angelegenheit aussah, zitterte sich Christian schlussendlich zum 3:2 Sieg. Was solls – Hauptsache den Punkt und den Weg für unser drittes Paarkreuz geebnet. Mindestens 3 Chancen zum Auswärtssieg – das sollte doch klappen. Tat es aber leider nicht.

Augustin musste wiederum mit 0:3 dem Gegner gratulieren und war hinterher sichtlich enttäuscht. Gabriel konnte zwar den ersten Satz mit 11:9 für sich entscheiden, verlor ab die Sätze 2-3 klar um sich im Vierten Satz unglücklich mit 12:10 dem Gegner zu beugen.

Beim Stand 8:7 für uns ging es nun ins Entscheidungsdoppel. Gabriel hatte seine erst vor wenigen Minuten erlittene Einzelniederlage noch gar nicht so richtig verarbeitet und sah sich im Doppel mit Niklas auch gleich nach 2 klaren Sätzen mit 0:2 in Rückstand. Schlussendlich fanden sie erst in Satz 3 besser ins Spiel, mussten aber trotzdem mit 9:11 den Satz und damit das Spiel verloren geben.

8:8 Unentschieden – Trotz Allem können wir mit dem Unentschieden in Mörtitz gut leben.

Liebertolkwitz:

Am Sonntagmorgen ging es nun zuhause gleich weiter. Da Till eingeplant war, hielt sich Augustin auf Abruf bereit, für den Fall dass mich das Spiel tags zuvor zu viel Kraft gekostet hätte. Morgens fühlte ich mich etwa auf dem selben Level wie am Samstag, sodass ich mich dazu entschied wieder aufzulaufen – Vielen Dank an Augustin fürs bereit halten !!!

Unsere Doppelplanung ergab nun folgende Konstellationen:

D1 Till/ich, D2 Christian/Andreas und als D3 Niklas/Gabriel. Die angedachte 2:1 Führung erreichten wir quasi über Umwege.

Dass ich mit Till so garnicht in Spiel kame und letztendlich beim 0:3 unter die Räder kamen, war so nicht eingeplant. Aber dafür sind wir ja eine Mannschaft und unsere Kameraden in Form von Andreas/Christian holten gegen das gegnerische Einserdoppel das Eisen aus dem Feuer. Starke Leistung der Beiden !!!

Mit einem knappen 3:1 Sieg fuhr dann unser Dreierdoppel den 2. eingeplanten Punkt ein. Alles im Lot bis dahin.

Wäre schön wenn es so weitergegangen wäre – aber is ja kein Wunschkonzert.

1. Einzelrunde:

Ich merkte schnell, dass ich mich doch kräftemäßig am morgen falsch eingeschätzt hatte und so fehlte dann irgendwie auch der Glaube an einen Sieg. Spielerisch war es an diesem Tage im Rahmen des möglichen, aber auch nicht mehr und nicht weniger. Klare und verdient 1:3 Niederlage.

Andreas kämpfte sich nebenan in den Fünften Satz (nachdem er einen 0:1 Rückstand in eine 2:1 Satzführung ummünzte), um diesen letztendlich dem Gegner zu „überlassen“. Schade.

Nachdem dann selbst unsere sonst so zuverlässige Mitte beide Spiele abgab, sahen wir uns auf der Verliererstraße wieder. Beide in Fünf Sätzen und im Spiel von Niklas wurden 4 davon in der Verlängerung entschieden.

Unsere Jugend in Form von Till und Gabriel, zeigten dann, dass man (zumindest beim Tischtennis) nicht immer unbedingt einen Führerschein braucht um zumindest für kurze Zeit eine Umleitung zu finden und brachten uns mit ihren Siegen vorübergehend wieder auf die eher erfolgsversprechende Straße. Die Youngster´s torpedierten Ihre Gegner mit Salven aus Topspins, Topspins, Topspins und zu gegebener Zeit, Schüssen. Starke Leistung der Beiden – großes Kino !!!

Waren wir nun im Spiel zurück – nee leider nicht…. denn was unsere Youngsters vorne aufbauten, rissen hinten Andreas und ich wieder ein. Natürlich unfreiwillig…!!!

2. Einzelrunde:

Unser Mannschaftsoldie und bekennender Fünfsatzfan, kam jedoch leider nicht in den 5. Satz. Nach 4 Sätzen und allen Sätzen mit einem 11:9 Endstand, war Schluss. Und der Punkt ging an den Gegner.

Nebenan schaffte ich es irgendwie in den Entscheidungssatz. Satz 1 in der Verlängerung verloren, den zweiten nach 3:9 noch mit 14:12 gewonnen und sogar den Dritten noch erfolgreich gestaltet, ging dann nichts mehr. Selbst ansonsten spielbaren Bällen des Gegners, konnte ich nur noch nachgucken. Sorry Jungs…!!

Trotz seiner bisher schlechtesten spielerischen Leistung diese Saison, sah sich Niklas nach 0:2 noch im 5. wieder und erkämpfte für uns den Anschlusspunkt zum 5:7.

Nachdem auch noch Christian eine 2:0 Führung nicht nach Hause bringen konnte lagen wir wieder mit 3 zurück.

Till sorgte mit seinem 2. Sieg am heutigen Tage für den letzten Lichtblick des Tages, trotz dass er bei einer 2:1 Führung so sehr mit sich selber haderte und sogar Glauben an sich selber verlor, dass er erst mal wieder mental aufgebaut werden musste. Klappte letztendlich aber doch und der 3:1 Sieg wurde eingetütet.

Nun war es an Gabriel für das Zustandekommen eines Entscheidungsdoppels zu sorgen.

Soweit kam es dann aber leider doch nicht mehr. Der Gegner holte den 9. Punkt und machte damit unsere erste Saisonniederlage perfekt.

6:9 Heimniederlage:

Bittere und enttäuschende Niederlage, aber letztendlich wohl doch verdient und das WE mit 1:3 Punkten beendet. Aber die Laune und den trotzdem bisher sehr sehr ordentlichen Saisonverlauf lassen wir uns nicht vermiesen, zumal auch die kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft top war. Außerdem sind Mörtitz und Liebertolkwitz bei weitem keine „Wald und Wiesenmannschaften“, sondern eher Gegner die mit uns auf ziemlich einem Niveau stehen. Da machen oft auch die kleinen Dinge den Unterschied und da kann an so einem Wochenende schon mal eine negative „Punkteausbeute“ herausspringen. Aber keine Sorge – unser Siegeshunger ist trotzdem weiterhin ungebrochen und das nächste Erfolgserlebnis wartet sicher schon wieder auf uns.

Letzt endlich hatten dann meine 2 Niederlagen im Liebertolkwitzspiel vielleicht doch noch etwas gutes – denn der Verlust der LPZ-Punkte könnte evtl. für die Rückrunde, dann doch noch dazu führen, dass ich für unsere 3. Mannschaft im Abstiegskampf im Falle der Notwendigkeit, weiterhin bereit stehen könnte und kein Sperrvermerk verhängt wird. Trotzdem eher schlechtes Timing, dass es gerade in so einem Spiel passiert.

Während Samstags mal wieder Niklas unser Bester war, war es sonntags der Till. Vor allem von Till spielerisch eine Bombenleistung. In 14 Tagen geht’s nun gegen Beucha. Eine Mannschaft die genauso wie Mörtitz, Liebertolkwitz und wir auf einem Niveau anzutreffen sein sollte.

René H. 2 – Andreas 0,5 – Niklas 3,5 – Christian 3 – Till 2 – Gabriel 2,5 – Augustin 0,5

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