Nah dran an der Sensation

Nach der deutlichen Niederlage gegen Elbe Dresden hatte unsere 1. Mannschaft im zweiten Spiel eine nicht minder schwierige Aufgabe zu lösen: Die Leutzscher Füchse. Vor genau 10 Jahren hieß es noch Clara 1 gegen Leutzsch 8 in der 1. Stadtliga und Leutzsch 1 war schmale 7 (!) Ligen über uns in der Regionalliga aktiv. So ändern sich die Zeiten. Auf Leutzscher Seite auch die immer gern gesehenen Ex-Clarazetkinesen Rafael und Raffaele.

Beide Teams waren in Stammbesetzung am Start und die Favoritenrolle klar bei den Leutzschern. Die Doppel sind schnell erzählt: Axel/Till weiterhin noch nicht im Vorsaison-Form, Robert/Enrico chancenlos und Georg/Duc waren zumindest nah dran und führten zwischendurch 2:1. Also 0:3 Zwischenstand.

Einzel:

Axel: Topmotiviert und super in Form. Insider vermuten, dass es an der neuen Knödel-Diät liegen könnte, die er seit Wochen betreibt. Jedenfalls wieder zwei Mega-Leistungen gegen die Spitzenspieler Soto (3:2) und Julius (3:1), weiterhin ungeschlagen und absolut angekommen in der neuen Liga.

Robert: Konnte gegen Soto seinen ersten Satzgewinn diese Saison verzeichnen und war auch gegen Julius knapp davor. Die Laune ist bereits nach zwei Punktspielen etwas im Keller. Vielleicht würde spirituelle Beratung in Form eines Wahrsagers helfen? Nur einen Sieg voraussagen, das würde schon helfen. Aber das übernehme ich einfach: Der Sieg wird bald kommen.

Georg: Gegen Raffaele schnell 0:2 hinten, nur um fulminant zurückzuschlagen. Abgewehrte Matchbälle und der absolute Wille, jede mögliche Lücke, sei sie noch so klein wie ein Zahnzwischenraum, zu finden, gewann Georg am Ende noch. Starke Leistung! Auch die ersten beiden Sätze gegen Rafael waren maximal knapp, jeweils für eine Seite. Dann zog der unglaublich stark gewordene Linkshänder die Handbremse und ließ Georg keine Chance mehr, 1:3.

Duc: Auch er gegen Rafael chancenlos. Dafür putzte er laut eigener Aussage seine „Kelle besonders gründlich“ gegen Raffaele. Schien gefruchtet zu haben, auch hier sprang der erste Sieg in der Sachsenliga heraus. Im 5. Satz holte er einen großen Rückstand auf und gewann nervenstark wie man ihn kennt, in der Verlängerung.

Enrico: Ich war weiterhin noch nicht Bestform, vor allem mit der Vorhand muss mehr kommen. Zumindest der erste Satz kommt immer, danach wird’s eher dünne. Gegen Taubert ein 17:19 im vierten Satz, somit 1:3. Gegen Görke dann der erhoffte erste Sieg mit guter Leistung 3:1. Und bei 10:3 am Ende wieder ganz souverän 11:8 zugemacht.

Till: Neben Axel Man of the Match. Er zeigte sein bisher stärkstes Punktspiel für uns und gewann sowohl 3:0 gegen Görke als auch am Ende nervenstark 3:0 gegen Taubert. Weiße Weste sozusagen, noch sauberer als diese Leistung machen nur die neuen Spülmaschinentabs von Finish. Wenn Till diesen Auftritt konservieren kann, wird er für einige weitere Überraschungen sorgen.

Achja, durch wirklich überraschend starke 7:5 Einzel für uns gab es beim Stand von 7:8 noch das Entscheidungsdoppel. Axel/Till starteten euphorisiert gegen das Spitzendoppel Soto/Julius und gewannen nach 0:5 den ersten Satz noch 11:7. Im zweiten Satz lagen sie bereits 6:1 in Führung und gaben es noch aus der Hand. Der dritte Satz ging deutlich an die Gäste und dann sah alles nach einem 5. Satz aus. 10:5 für uns. Was folgte war ein gescheiterter Auszeitversuch bei 10:11 und ein paar Sekunden später das Aus. 1:3.

Fazit: Eine 7:9-Niederlage gegen Leutzsch ist wahrlich keine Schande, viele hätten vorher wohl auf einen klaren Auswärtssieg getippt. Im Doppel muss eine Steigerung her, die Einzel waren größtenteils schon super. Jetzt geht es direkt weiter bei den bisher punktlosen Holzhausern im ersten Auswärtsspiel. Kellerduell sozusagen. Wir hoffen auf die ersten Punkte, drückt uns die Daumen.

Enrico

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