1. Herren mit deutlicher Niederlage gegen den Klassenprimus

Am vergangenen Samstag galt es für die 1. Herren der Zetkinesen das Pflichtspiel in eigener Halle gegen den vorhersagbaren Ligaprimus und Derbygegner Rotation Leipzig Süd zu bestreiten. Nach spannenden Resultaten in der letzten Spielzeit (9:6 u. 7:9) war diesmal abzusehen, dass wir angesichts unserer beiden unverändert fehlenden Stammspieler und im Hinblick auf die Neuzugänge bei Rotation keinerlei Chance haben würden. Dennoch versuchten wir uns zumindest halbwegs gut zu verkaufen, was zumindest hie und da gelang.

Doppel: Mit unseren beiden („Ersatz“-)Jungs Duc und Till hatten wir schnell ein D1 gefunden, welches mit Zmyi/Löhnert in allen drei Sätzen mitzuspielen wusste. Dennoch war nach drei hauchdünnen Satzniederlagen dann erstmal Schluss. Axel und Robert bekamen fürs erste Antesten gleich eines der besten Doppel der Liga serviert. Gegen Schröder/Flemming war lange alles offen, obwohl unser neuformiertes Doppel sich letztlich 1:3 beugen musste. Trotzdem ein guter Auftritt. Paul und Vince bekamen indessen gegen das vorhandlastige 3er-Doppel der Südler in Auf- und Rückschlag kein Bein auf den Boden. 0:3.

Oben: Axel, dem bei „nur“ 4:2 Einzeln während des Saisonbeginns das klar definierte Ziel fehlte, hatte in dieser Woche ein neues gefunden; gegen den Ligaprimus aufräumen. Was im Doppel noch misslang, nahm im Einzel gegen Langnoppenstratege Zmyi klarere Züge an. Drei Sätze lang dominierte Axel die Vorhand seines Gegners und hielt dessen Rückhandschnitt konstant unschädlich. Ein überzeugendes 3:0 mit Ballwechseln die Axel warm laufen ließen für die anstehende Aufgabe gegen Schröder. Ebenjener hatte gegen Vince nur im ersten Satz noch zu tun. Zu hoch war auch heute die Fehlerquote in Rückschlag und Eröffnung des Zetkinesen. Zu lang die Liste der einfachen Fehler. 0:3.

Mittig bekam Robert gegen Löhnert erstmal kein Bein auf den Boden. Drei Sätze lang machte der Routinier keine Fehler, wohingegen Robert erst einmal jede Sicherheit fehlte. Paul musste zuerst zwei Sätze lang zusehen wie Flemming jeden seiner Schupfbälle punktgenau versenkte bis er an Sicherheit gewann und mit Kampf und ansteigender Offensivkraft den dritten Durchgang für sich entschied. Am Ende sollte es beim 1:3 leider zu nicht mehr reichen als einigen schönen Bällen und einer couragierten Leistung.

Unten brauchte Till erst zwei Sätze Anlauf bis er sich an Weihmanns Offensivpower anpassen konnte. Danach brillierte Til phasenweise mit punktgenaustem Blockspiel und tödlichen Gegenspins am Tisch. Nach gewonnenem dritten Satz führte er dann auch im vierten lange. Erst das Satzende brachte dann doch die knappe 3:1-Entscheidung zugunsten Weihmanns. Schade! Duc, im Spiel gegen den alten Verein und dessen erste Herrenmannschaft, fand gegen das übliche Vorhandspektakel Münzners noch nicht die Mittel um diesem Einhalt zu gebieten. 0:3

Halbzeitstand: 1:8.

Oben: Vince spielte in den Ballwechseln phasenweise wieder besser, verstand es aber zu keinem Zeitpunkt die Aufschläge seiner Gegner zu kontrollieren. Erst mitte des dritten Satzes kehrte etwas Struktur ein und mit 11:9 erzwang er einen Vierten. Dort konnte nach verpasstem Start eben dieser nie ganz kompensiert werden. 1:3 nach einem mehr als durchwachsenen Auftritt. Axel hingegen knüpfte nahtlos an sein vorheriges Einzel an. Endlose Salven spinnigster Topspins prasselten auf die gesamte Breite von Schröder Tischhälfte ein und bescherten uns den zweiten Axel-Punkt des Tages. Wie viel man allein mit Variation von Spin und Platzierung, auch ohne knallharte Bälle und überhöhtes Risiko, erreichen kann sei damit bewiesen. Chapeau Axel!
Robert und Paul steigerten sich in ihren zweiten Einzeln merklich. Lediglich die strategisch suboptimal gesetzten Fehlaufschläge bei 12:11 und 14:13 verhinderten Roberts Einzug in den fünften Satz gegen Flemming. Nach Startschwierigkeiten von Robert konnte man ein Match auf Augenhöhe verfolgen, bei denen die Erfahrung diesmal einen knappen Sieg über die Jugend erringen konnte. So oder so ähnlich erging es Paul gegen Löhnert. Das Match zwischen den beiden hatte zweifellos die längsten und sehenswertesten Rallyes des Tages zu bieten. Durch die halbe Spielfeldumrandung jagten die beiden sich und zeitweise schien Paul bei 2:1 Sätzen und 4:2 Punkten das Heft gänzlich an sich zu reißen. Am Ende sollte es leider nicht für mehr als ein 2:3 und eine Menge gewonnener Erfahrung reichen.

Unten durften Till und Duc sich noch einmal mit dem offensivlastigen unteren Paar der Südler messen. Till musste trotz einiger starker Bälle (noch) die Überlegenheit des in diesem Match sehr ballsicher agierenden Münzners anerkennen. Ebenso wie Duc, der auch mit seiner Leistung im zweiten Einzel sichtlich unzufrieden war, kam Till diesmal nicht zu einem Satzgewinn. Trotz alledem hat Till in seinem ersten Einzel bewiesen wie viel Potenzial in ihm steckt. Ebenso wie Duc als er Tannigel in Wilkau am Rand einer Niederlage hatte. Soll heißen; wenn wir die Jungs in der Ersten spielen lassen, dann nicht mehr Druck als nötig und spielt frei auf. Das gilt natürlich mannschaftsübergreifend für alle jungen Zetkinesen. 😉

Endstand: 2:13
Fazit: Dass gegen unsere Stadtnachbarn nicht mehr möglich sein würde als sich bestmöglich zu verkaufen war von Beginn an klar. Dass das nicht maximal gelungen ist, ist kein Weltuntergang. Entscheidend wird sein, wie wir in (baldig/hoffentlich/voraussichtlich) verbesserter Aufstellung in Hohenstein-Ernstthal bestehen, die mit 2:6 ebenfalls ungünstig gestartet sind.
Ein kleines Endspiel dieser Vorrunde ist es schon; doch uns unnötig selbst unter Druck zu setzen bevor das fünfte von 18 Spielen gespielt ist wäre Paniktreiberei. Wir wissen wie stark wir in Vollbesetzung sind. Das muss sich manch einer, und da gehe ich gern voraus, nur wieder in Erinnerung rufen.
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