Episches Spitzenspiel mit bitterem Ende…

Nun war es also bereits zum Anfang der Rückrunde soweit. Das Spitzenspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Eintracht Leipzig stand an. Eine Revanche für die knappe 7:9 Niederlage sollte es geben. Heiko freute sich darauf, dass er mal wieder gegen „gleichaltrige“ spielen konnte ( 😉 ) und Niklas drückte uns von der heimischen „Schulbank“ die Daumen. Für Niklas sprang Andy aus der 3. Mannschaft ein – quasi als Vorbereitung für das kommende eigene wichtige Spiel gegen Holzhausen.

Voll motiviert reisten wir also zur Eintracht. Das zeigte sich bereits bei der Anfahrt, denn bis auf Rene W. wurden die beiden anderen Fahrer (Namen werden hier nicht genannt) geblitzt. Für kleinere Geschwindigkeitsübertretungen wurden wir hier halt schon mal bestraft. Dennoch betraten wir erhobenen Hauptes und der eigenen Stärke bewusst, die gegnerische Arena.

Die Doppel mussten wir zum Glück nicht dramatisch umbauen. Doppel 1 mit Basti/Rene W wie gehabt, während Micha/Andy das Doppel 2 bildeten und Heiko mit mir das dritte Doppel stellte.

Der Beginn war jedoch ganz anders als erhofft. Wir lagen gleich 0:2 in Rückstand. Unser sonst so starkes Doppel 1 mit Basti/Rene W. fand nicht so recht zum Spiel und verlor klar mit 0:3. Micha und Andy spielten gut, waren aber letzendlich gegen das gegnerische Spitzendoppel klar unterlegen.

So lag es also nun an Heiko und mir den totalen Fehlstart zu vermeiden. Der Gegner war mit Bach/Voscoboinic kein leichter. Mit einer 10:1 Bilanz sind beide das stärkste Doppel 3 der Liga. Nunja – Heiko und ich sind auch nicht aus Papier und in Normalform auch eines der stärksten Doppel 3 der Liga. Stichwort Normalform – davon war ich schon eine Weile weit entfernt, jedoch aufgrund der letzten Trainingswoche wieder in besserer Verfassung. Gleich zu Beginn zeichnete sich ab, dass es ein knappes, spannendes und emotionales Spiel wurde. Trotz starker Leistung verloren wir den ersten Satz mit 9:11. Ich nahm Punkt für Punkt Fahrt auf, Heiko´s Sicherheit, unsere taktische Konsequenz und unser Wille drehten langsam das Spiel zu unseren Gunsten. Satz 2 und 3 gingen jeweils mit 2 Punkten Unterschied an uns. In Satz 4 führten wir bereits auch mit 3 Punkten, als plötzlich einer der beiden Gegner anfing, sich darüber aufzuregen, dass wir uns zu viel Zeit zum aufschlagen und anzeigen nahmen. Heiko brachte das weniger aus der Ruhe, aber ich hab mich davon beeinflussen lassen, weil ich das mehr als unsportlich empfand. Wir verloren dann den Satz und mussten in den Fünften. Meine Negative Energie konnte ich dann zum Glück in positive umwandeln und haute denen die Toppis und Schüsse einfach um die Ohren. Ich brachte jeden Ball auf den Tisch und Heiko mit seinen Aufschlägen und sicherem Spiel tat den Rest. Dass es am Ende mit 11:8 für uns doch relativ knapp wurde, lag an Sportfreund Voscoboinic der auch so ziemlich alles schoss was sich ihm darbot. Nach dem Spiel kam es dann aufgrund des Vorfalles aus Satz 4 und meines urpsrünglich zu verweigernden Handschages noch fast zu Handgreiflichkeiten, was angesichts des wirklich hochklassigen Spieles nicht angemessen wäre. Da sich außer diesem einen Sportfreund von Eintracht keiner weiter aufregte, gehe ich davon aus, dass auch sie nicht so ganz mit dem Verhalten Ihres Teamkameraden einverstanden waren.

Als sich die Gemüter beruhigt hatten, ging es alo mit der ersten Einzelrunde los.

Basti fand heute nicht so recht zu seinem Spiel und so musste er Sportfreund Mahi chancenlos mit 1:3 zum Sieg gratulieren. Am Nachbartisch machte sich Micha daran, zum 2. Male diese Saison den Seniorenweltmeister Roland Stephan zu besiegen. Durch seine starken Aufschläge, harten Gegentopspins und seines fast fehlerlosen Spieles war der 3:1 Erfolg durchaus verdient. Ganz Starke Leistung von Micha….

Mit 2:3 Rückstand kam es nun zum Duell des mittleren Paarkreuzes inkl. des „Hochsicherheitsspieles“ zwischen Sportfreund Bach und mir. Während Rene W. am Nachbartisch zwar aufopferungsvoll kämpfte, aber letztendlich doch seinem Gegner zum Sieg gratulieren musste, machte ich wohl das Spiel meines Lebens. Im Hinspiel auch trotz wenig Trainings völlig chancenlos, war das Rückspiel gegen den am Tisch blockenden Noppenspieler Bach dieses Mal ein Spiel auf Augenhöhe. Es entwickelte sich ein durchaus hochklassiges und emotionales Spiel. Das wichtigste daran – ich spürte mein seit langem verschwundenes spielerisches Potenzial wieder und glaubte an mich. Nachdem ich mit 2:0 in Führung ging, kämpfte sich der Gegner unter anderem auch mit so einigen Netz-und Kantenbällen in den Fünften Satz und ging zwischenzeitlich sogar in Führung. Doch das war mein Tag – nicht hier und heute werde ich verlieren, dachte ich mir….in einer Nervenschlacht behielt ich letztendlich die Oberhand und siegte 3:2. Wichtiger Punkt für mein Selbstvertrauen, aber noch wichtiger für die Mannschaft.

Nun traten Andy und Heiko an die Tische. Andy lieferte sich mit Sportfreund Voscoboinic ein super Spiel bis zum 2:2 Satzgleichstand. Dann verlor Andy leicht den Faden und der Gegner lieferte ein tadelloses Match ab. Der Fünfte war dann leider ganz schnell zu unseren Ungunsten beendet. Dafür konnte Heiko in gewohnt stoischer Ruhe sein Spiel gegen Sportfreund Viebig siegreich gestalten. Am Ende ein relativ ungefährdeter Sieg für unseren Kapitän, weil er einfach stark wie immer spielte.

Mit 4:5 ging es nun in die letzte Einzelrunde.

Während Micha sich ein ums andere Male mit zu viel Hektik um seine Lorbeeren gegen den starken Sportfreund Mahi brachte, konnte zum Glück Basti gegen den „Altmeister“ Roland Stephan die Oberhand behalten. Starkes Spiel von Beiden, aber letztendlich konnte Basti mit seinen raketenähnlichen Topspins die Entscheidung zu unseren Gunsten erzwingen.

Im mittleren Paarkreuz kam es dann zu einer Punkteteilung. Rene W. lieferte sich wie schon im Hinspiel ein hochklassiges und spannendes Duell mit Sportfreund Bach und musste leider wieder dem Gegner zum Sieg gratulieren. Schade…

Gegen Sportfreund Hentschel behielt ich dann verdient, aber hin und wieder mit etwas Glück die Oberhand und siegte 3:1.

Die Punkteteilung setzte sich dann im unteren Paarkreuz fort. Während Andy relativ schnell und verdient gegen Sportfreund Viebig siegte, ging es am Nebentisch beim Spiel Heiko´s gegen Voscoboinic ständig hin und her. Es kam wie es kommen musste und es ging in den 5. Satz. Nunja – Eintrachts Sportfreund scheint für den 5. wie gemacht zu sein – der Satz hatte noch gar nicht richtig begonnen und schon war er zu Ende. Heiko musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren und beim Stand von 7:8 ging es ins Entscheidungsdoppel.

Leider passte das Doppel so gar nicht zum bisherigen Spielverlauf. Meist knappe, umkämpfte und spannende Spiele und dann ging es leider ganz schnell. Unser Spitzendoppel fand so gar nicht ins Spiel und ein klares 0:3 war die Folge.

Ernüchterung machte sich bei uns breit – Schade, dass eine Revanche trotz mehr als ordentlicher Leistung nicht geglückt ist. Wie umkämpft es war, zeigt die Satzbilanz: 36:30 Sätze für die Eintracht, wobei 3x 3:0 gewonnen. 28 Sätze wurden nur mit 2 Punkten Unterschied gewonnen, wobei 15 Sätze in die Verlängerung gingen. Fast 4 1/2h Spielzeit sagt alles. Trotz allem war es ein faires und für diese Liga hochklassiges Spiel.

Wenn kein Wunder mehr passiert, werden die Altmeister der Eintracht klar Meister. Und ich denke wir sind uns einig, dass es dann durchaus verdient ist.

Bester Spieler auf Eintrachts Seite für mich ganz klar, Sportfreund Voscoboinic. Im Doppel schon mit einer super Leistung, legte er dann gegen Andy und Heiko sensationell nach. Da kann und muss man den Hut ziehen – Respekt !!!

Auf unserer Seite war es wohl nicht nur wegen 2,5 Punkten, ich…. Meine beste Leistung im Clara Trikot bisher. Aber Eigenlob stinkt. Und wie es Heiko im Nachhinein im Mannschaftsinternen Ticker richtig zusammenfasste: „Wir gewinnen und verlieren als Mannschaft“.

Nun gilt es nach vorne zu blicken, denn in 14 Tagen geht’s zum nächsten Topduell mit dem derzeitigen Tabellenzweiten Borsdorf. Man könnte es auch ein 4-Punktespiel nennen.

Parallel zu unserem Spiel siegte unsere 1. Mannschaft gegen den Ersatzgeschwächten Ligaprimus Wurzen. Auch wenn Wurzen ersatzgeschwächt war, kann man dass nicht als normalen Sieg abtun, denn auch unsere Erste musste auf Ersatz zurückgreifen und wenn der Aufsteiger gegen den Absteiger siegt, ist das nicht alltäglich. Starke Leistung Jungs… !!!!

Beim schreiben wurde ebenfalls bekannt, dass unsere 3., den schweren möglichen Stolperstein Holzhausen quasi aus der Halle fegte. Wie schrieb jemand im Ticker – großes Kino…

Vielen Dank an Andy für seinen tollen Einsatz.

Basti 1 – Micha 1 – Rene W. – Rene H. 2,5 – Heiko 1,5 – Andy 1

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2 Gedanken zu „Episches Spitzenspiel mit bitterem Ende…

  1. Hallo SF Heber,

    das war wirklich ein tolles und spannendes Spiel. Handgreiflichkeiten gab es ja nun nicht – wolltest ja nach dem Match meine keineswegs „greifen“. Aber ich gebe es zu und sage noch mal Entschuldigung – am Samstag war ich irgendwie drüber.
    Trösten sollte euch das zum Schluss der 2. Rang ja auch noch viel wert sein kann……

    Viel Erfolg in den letzten Spielen!

    Frank Bach

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