Pechsträhne setzt sich fort – 4. Herren unterliegt in Beucha

Zur Abwechslung mussten wir mal Samstags antreten – in Beucha. Eine Mannschaft die wir so, kaum kannten und schwer auszurechnen war. Anhand der Zahlen wussten wir nur, dass diese über ein sehr starkes oberes Paarkreuz verfügten und wir zudem auf Gabriel verzichten mussten, da dieser in der 3. Mannschaft aushelfen musste. Kurzfristig sprang zum Glück Niels ein. Hierfür schon mal ein erster großer Dank.

Aufgrund Andreas und Nils kleineren und größeren Beschwerden, entschieden wir uns für eine kleine Anpassung der Doppelaufstellung.

Erstmals traten Niklas/ich als Doppel an (Doppel 1), während Andreas/Nils als Doppel 2 und Christian/Augustin als Doppel 3 an die Tische gingen.

Der Beginn war recht vielversprechend. Denn während Niklas/ich zwar glanzlos, aber ungefährdet mit 3:1 die Oberhand behielten, schaffte es unser „Opferdoppel“, das Spiel überraschend bis in Satz 5 gegen das gegnerische Spitzendoppel offen zu halten, um letztendlich dann doch dem Gegner zu gratulieren. Schade – trotzdem eine sehr respektable Vorstellung von Andreas und Nils, zumal mit den Sportfreunden Schunke/Kniza ein sehr starkes Doppel gegenüberstand.

Unser 2:1 Doppelplan wurde jedoch jäh durch Christians/Augustins unglückliche 5 Satzniederlage zunichte gemacht. Hier war wohl Satz 3 entscheidend, welcher mit 16:14 an die Gastgeber ging und die Zwischenzeitliche 2:1 Satzführung bedeutete.

1:2 nach den Doppeln hinten und angesichts der 2 schweren Gegner, die nun Andreas und ich vor der Brust hatten, keine gute Ausgangsposition.

Andreas der noch durch eine abklingende Erkältung etwas geschwächt war, lieferte trotz allem im Spiel gegen den immer lächelnden Sportfreund Schunke ein Riesenspiel ab und konnte zwischenzeitlich sogar mit 2:1 in Führung gehen. Schlussendlich musste er jedoch in 5 Sätzen die Stärke des Gegners anerkennen.

Am Nebentisch entwickelte sich zwischen dem etwas, sagen wir zerknirschten Sportfreund Kniza und mir ebenfalls ein offener Schlagabtausch. Man spürte von Beginn an, dass hier richtig Würze im Spiel war. Bis in Satz 3 und 4 hinein, hatte mein Gegner deutlich mehr Glück auf seiner Seite. Vor allem in Satz 3 beim 18:16 des Gegners war dies deutlich. Aber der Höhepunkt kam in Satz 4 als gefühlte 10 Netz und Kantenbälle auf meiner Tischhälfte hinuntergingen. Tatsächlich dürften es so um die 5-6 gewesen sein. Aber aufgeben kam nicht in Frage u irgendwie (keine Ahnung wie) schaffte ich es diesen Satz noch zu gewinnen und Satz 5 zu erzwingen. Vielleicht und vor allem wegen der vielen kleinen Provokationen des Gegners wurde ich immer ruhiger und abgeklärter. Die Folge (wie fast immer) war der Gewinn des 5. Satzes. Insbesondere die große moralische Unterstützung von Seiten der Bank hatte hier einen sehr sehr großen Anteil daran. Bis auf den Schlusssatz wurden alle Sätze mit nur 2 Punkten Unterschied beendet. Letztendlich war es aber nur 1 Punkt der uns zumindest im Spiel hielt.

Nun war unser starkes mittleres Paarkreuz gefordert um vielleicht eine Führung zu erzwingen.

Tolle Spiele von Beiden – das Ende vom Lied war jedoch „nur“ eine Punkteteilung. Während Niklas gegen Sportfreund Löwe recht knapp, aber dennoch ungefährdet und verdient mit 3:0 die Oberhand behielt, hatte es am Nachbartisch Christian mit dem deutlich stärkeren Sportfreund Martin zu tun. Nachdem unser Vereinsboss mit 11:3 den 2:2 Satzausgleich schaffte, waren wir frohen Mutes, dass auch Satz 5 an Christian gehen würde. Dem war aber leider nicht so – mit 10:12 ging dieser unglücklich und trotz zwischenzeitlicher Führung verloren. Meiner Meinung nach hätte Christian den Sieg verdient gehabt – aber danach geht’s ja leider nicht.

Beim Stand von 3:4 fiel dann die Vorentscheidung zugunsten unserer Gegner. 4 Spiele in Folge wurden verloren.

Den Anfang machte unser 3. Paarkreuz.

Unserer Jüngster Augustin kam nach anfänglichen Startschwierigkeiten besser ins Spiel, verlor jedoch Satz 2 knapp mit 12:10 und rannte somit einem 0:2 Rückstand hinterher. Mit gewonnenem dritten Satz konnte er noch verkürzen, aber musste sich schließlich mit 1:3 dem Gegner geschlagen geben. Am Ende etwas zu unkonstant und etwas zu viele Flüchtigkeitsfehler, ansonsten eine durchaus akzeptable Leistung.

Niels konnte zwar mit 2:1 in Führung gehen, verlor aber Satz 4 unglücklich mit 9:11 und sah sich somit in Satz 5 wieder. Schlussendlich ging auch dieser nicht gut für uns aus, obwohl Niels wirklich gut spielte und ein ums andere Mal seinen Anti sehr wirkungsvoll einsetzte. Leider gingen hier und da ein paar Vorhandschüsse daneben, welche dann wohl den Unterschied machten.

Beim Stand von 3:6 standen wir somit schon fast mit dem Rücken zur Wand.

Unser Fünfsatzspezi Andreas blieb seiner Linie treu und musste zum 2. Male am heutigen Tage in den 5. Satz. Jedoch musste er auch hier dem Gegner, nach wiederholter starker kämpferischer Leistung den Punkt überlassen.

Am Nachbartisch hatte ich es mit „Strahlemann“ Schunke zu tun. Vom Papier her einer der besten Spieler der Liga. Und wie ich schnell feststellen musste nicht nur auf dem Papier. In den Sätzen 1 und 2 kam ich nicht wirklich ins Spiel, da ich mit den Aufschlägen, sowie den gut platzierten Topspins und Blockbällen größere Probleme hatte. Nach und nach kam ich auch aufgrund guter taktischer Tipps von Christian besser rein, schaffte es mehr und mehr die Initiative zu übernehmen und konnte Satz 3 gewinnen. Trotz guter Leistung musste ich mich jedoch dann im 4. Satz mit 11:9 geschlagen geben. Schade, denn ein 5. Satz wäre wohl sehr spannend geworden. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass der sehr sympathische Einser der Gäste verdient siegte. Nicht nur für diese Spielklasse ein „Riese“…

Nichtsdestotrotz war der vorentscheidende 3:8 Rückstand damit besiegelt.

Im Anschluss rang Niklas nach klarem 0:2 Satzrückstand seinen starken Gegner in 5 Sätzen nieder. Lt. seinem Gegner wusste er nicht wie er das Spiel noch gewann. Nunja – als Beobachter kann man das schon anders sehen. Denn dass der Gegner 2 Sätze lang so ziemlich fast jeden noch so unmöglichen Ball schoss, ist in dieser Liga ja nicht so alltäglich. Das dies kaum so weiter gehen konnte, war eigentlich fast zu erwarten, zumal Niklas vorerst auch mit den Aufschlägen nicht so recht klar kam. Nach und nach kam aber „überraschenderweise“ auch nicht mehr jeder Schuss des Gegners, Niklas retournierte deutlich besser, baute mehr Spinvariationen ein und übernahm langsam aber sicher die Kontrolle. Vor allem ab Satz 3 eine spielerisch-und kämpferisch ganz starke Leistung. Schlussfolgernd ein knapper, aber wohl aufgrund der taktisch klugen Spielweise ein verdienter Sieg.

Währenddessen am Nebentisch ein ähnliches Drama in 5 Akten. Hier in Form von Christian als Hauptakteur. 2:1 Führung bis auch er sich im Entscheidungssatz wiederfand. Denkbar knapp, aber die Nerven behaltend konnte er sich hier mit 11:9 durchsetzen und sorgte für den nächsten Anschlusspunkt. Aufgrund des etwas geringen Trainingspensums fehlt leider etwas die Konstanz, sodass auch solche Spiele dann immer nochmal knapp werden. Hmmmm – na ok…könnte auch auf mich zutreffen 😉

Jetzt wurde es nochmal so richtig spannend, denn Niels spielte plötzlich mal annähernd wie im Training und ließ seinem Gegner keine echte Chance. Starke Leistung und es stand nun „nur“ noch 6:8.

Warum sollte nun das letzte Einzel des Tages anders verlaufen, als die meisten vorhergehenden Begegnungen. Und das nächste Spiel wurde im Fünften entschieden. Wahrscheinlich das verrückteste Spiel am heutigen Tage mit Augustin als Star. Mit Sportfreund Thomas stand da ein unangenehmer Gegner am anderen Ende des Tisches. 2 knappe Sätze (jeweils 11:9) für jeden Spieler bildete den Auftakt. Satz 3 lief mit 0:11 so völlig an Augustin vorbei, sodass in der Satzpause erst mal moralische Aufbauarbeit angesagt war. Hier und da noch kleine taktische Anpassungen und weiter ging es. Die „Kabinenansprache“ zeigte Wirkung – der Kampfgeist und der Glaube an sich selber erwachte wieder, sodass da jetzt wieder ein anderer Augustin an der Platte (man verzeihe mir den Ausdruck) stand. Die taktischen Ratschläge griffen nun auch wieder und Punkt für Punkt machte sich Augustin daran für uns das Entscheidungsdoppel zu erzwingen. Satz 4 mit 11:9 gewonnen und der Schlussakt folgte. Kleinere Unsicherheiten zu Beginn sorgten dafür, dass es zu einem Rückstand kam welche wieder etwas Unruhe auslöste. Also musste ne Auszeit her – Aufbauarbeit Teil 2 brachte die Hoffnung zurück. Stand 10:9 für Beucha´s Sechser. Es wurde also wieder knapp.

Während sich Augustin zum wiederholten Male die Schuhe kurz sauber machen musste (ohne Lappen oder ähnlichem), murrte plötzlich der Gegner los und nahm genervt eine Auszeit. Warum man sich da so drüber aufregt versteh ich nicht – erst 15 Min vor Spielbeginn auftauchen und sich dann bei einem Jugendspieler übers Schuhe sauber machen aufregen. Vielleicht dass nächste Mal einfach eher da sein, kurz die Halle durchkehren oder wenigstens einen feuchten Lappen zur Verfügung stellen, wäre kein Hexenwerk.

Zurück zum Sportlichen – Zu unserem Leidwesen machte Beucha dann den entscheidenden Punkt zum 11:9 und zum 9:6 Heimsieg. Nix mit Entscheidungsdoppel. Bitter für uns. Insbesondere für Augustin, der sich wirklich toll wieder ins Spiel kämpfte und eine mehr als couragierte Leistung ablieferte – Daumen hoch !!!

Letztendlich lieferte unsere gesamte Mannschaft eine wirklich gute spielerische und kämpferische Leistung ab und am Ende waren es die Kleinigkeiten, die dieses Spiel entschieden. Satzverhältnis 34:34, 10 Fünfsatzspiele (davon 7 an die Heimmmannschaft) und Ballverhältnis 644:631. 27 Sätze mit nur 2 Punkten Unterschied. Viel knapper geht’s kaum noch.

Punktetechnisch war Niklas wieder mal unser Bester mit 2,5 Punkten. Nervt langsam 😉 🙂

Großen Dank an Niels fürs kurzfristige aushelfen und seiner starken Leistung !!!!

Auch wenn wir die letzten Spiele eine kleinere Schwächephase hatten. Der Teamspirit ist weiterhin spitze, sodass kein Grund zur Sorge besteht und wir bald wieder in die Erfolgsspur finden werden.

Anfang Dezember steht nun das letzte Hinrundenspiel in Tresenwald bevor. Ebenfalls eine Mannschaft auf Augenhöhe mit einem wiederum starken 1. Paarkreuz und Niklas bekommt (als derzeit 2.) mit Sportfreund Kunze den derzeitigen 3. der Einzelrangliste des mittleren Paarkreuzes vor die Nase gesetzt.

René 1,5 – Andreas – Niklas 2,5 – Christian 1 – Augustin – Niels 1

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