Die Saison 2016/17 – Weiter im Aufwärtstrend

Pünktlich zum Start der neuen Spielsaison soll hier noch kurz ein Rückblick auf das letzte Spieljahr erfolgen, garniert mit einer Minivorschau. Langsam wird Erfolg zur Gewohnheit, da müssen wir aufpassen, uns nicht zu sehr dran zu gewöhnen. Meist mit bescheidenen Zielen gestartet, fanden sich erstaunlich viele Teams am oberen Ende der Tabelle wieder: 9 Mannschaften im Spielbetrieb, davon 5 Teams aufgestiegen, 4x mit Staffelsieg. Sehr beachtlich und fast so erfolgreich wie im Vorjahr. Viele Herausforderungen an und abseits der Tische gab es zu bewältigen. Schauen wir im Detail …

Nachwuchs

1. Jugend (Bezirksliga Jugend)

Das talentierte Jungzetkinesenquartett krönte ihr Nachwuchs-Abschiedsjahr mit einem hochverdienten Titelgewinn. Dabei wurde das erfolgreiche obere Paarkreuz aus dem Vorjahr um Adrian und Till beibehalten und durch Rückkehrer Augustin sowie Jungtalent Gabriel verstärkt, der die Sommerpause intensiv genutzt hatte, um in BL-Form zu kommen. Der Titel war festes Saisonziel und der unermüdliche Trainingsfleiß wurde belohnt. Bezirksmeister, ungeschlagen – sehr dominant. Nur ein Unentschieden aus der Hinrunde zeugt vom Dreikampf um den Titel, denn nach der Hinrunde war das Spitzentrio noch eng beisammen. Schlüssel war die mannschaftliche Geschlossenheit, wodurch das uPK mit insgesamt 70:2 Spielen (113:31 insgesamt) als auch die Doppel mit 21:3 klar beherrscht wurden. Alle konnten beeindruckende Einzelbilanzen erreichen. Mehr Details findet ihr in Niklas‘ Abschlussbericht.

Kommende Saison werden wir Adrian und Till in der 3. und Gabriel und Augustin in der 4. Herrenmannschaft im Stammeinsatz finden. Alle freuen sich auf neue Herausforderungen und die Mannschaftskollegen auf die jungdynamische Verstärkung.

2. Jugend (Bezirksklasse Jugend)

Mit Niklas K., Felix, Tobias, David und Ata ging mit Ausnahme des Letztgenannten ein erfahrenes Quartett an die Tische. Und auch dieses Team konnte durch mannschaftliche Geschlossenheit überzeugen. 90:18 Spiele 16:2 Doppel zeugen von einem ähnlich dominanten Auftritt. Während die 1. Garde seit dem 4. Spieltag auf dem Treppchen mehr einen Start-Ziel-Sieg feierte, blieb es in der 2. Division lange spannend. Nach 9 Spieltagen musste der Führungsplatz für die starke Konkurrenz aus Fremdiswalde geräumt werden. Und die hielt den 2-Punkte Vorsprung bis zum letzten Spieltag. So kam es zu einem spannenden Showdown um den Titel, ein Sieg musste her. Ein 5:5 vor der letzten Einzelrunde wurde nach großem Kampf in ein 8:6 gedreht und alle in der Halle verbliebenen Spieler konnten sich über den „Titel in letzter Sekunde“ freuen – zumindest die aus unserem Verein. Dass sowohl Tobias als auch David ihre Einzel gegen das obere PK gewinnen würden, war vorher nicht absehbar und sorgte für einen umso emotionaleren Freudenmoment (man munkelt, Davids Freudenschrei nach dem gewonnenen Saisonball konnte man noch jenseits der Stadtgrenze hören).

Kommende Saison wird das Quartett in der Bezirksliga seine Abschiedssaison geben, wobei der Titelgewinn erneut das Saisonziel sein wird. Wie es danach weitergeht ist Zukunftsmusik und hängt von vielen Faktoren ab, aber man kann sich ja mal alle Optionen offenhalten.

3. Jugend (Stadtliga Jugend)

Erfahrungen sammeln und möglichst weit oben mitspielen, so ähnlich lautete das Ziel vor der Saison. Und das gelang ganz exzellent. Die mehrheitlich unerfahrene Mannschaft kam immer besser in Fahrt. In der Rückrunde konnte sogar der spätere Meister aus Leutzsch geschlagen werden. Eine kleine Schwäche hie und da führte letztlich dazu, dass man den Titel knapp verpasste und auf Platz 2 abschloss. Auch wenn zwischenzeitlich mancher vom Titel träumte, ist das ein mehr als ordentliches Ergebnis. Spaß hat es allemal gemacht. Sogar aufsteigen hätte man können, was angesichts der Neubesetzung der Jugend 1 aber wenig sinnvoll gewesen wäre.

Durch den Wegfall zweier Erfahrungsträger wird das neue Spieljahr erneut mit Hauptfokus auf Erfahrungsgewinn ausgelegt sein. Als Jugend 2 gilt es ein Team zu formieren, was übernächste Saison den zetkinesischen Nachwuchs an vorderster Front vertritt. Und aus der Jugend 3 wird dank zahlreichem Jungnachwuchs eine Schüler 1-Mannschaft werden, die ebenfalls mit dem Ziel erste Spielerfahrungen zu sammeln, an die Tische zieht.

 

Erwachsene

1. Herren (Landesliga)

Wie würde sich unser Spitzensechstett auf sächsischer Ebene schlagen? Als Aufsteiger orientiert man sich ja gern erstmal am unteren Tabellenende. Klasse halten das oberste Gebot, schließlich war der Schritt aus der 1. BL nach oben schwer genug gewesen. Nach Blick auf den Spielplan war angesichts der ersten, praktisch unlösbaren Aufgaben klar, dass man das Feld von hinten würde aufrollen müssen. So kam es dann auch, ging danach aber stetig aufwärts. Bedingt durch einen Spielvorsprung durfte man in der Rückrunde sogar 4 Spieltage an der Tabellenspitze probesitzen. Am Ende wäre es aus Versehen fast noch ein Relegationsplatz geworden, aber Platz 3 als Aufsteiger ist doch schon mal recht stabil. Gratulation! In der Rückrunde konnte sich das obere PK ganz beachtlich steigern und legte den Grundstein für das erfolgreiche Abschneiden. Bedingt durch viele Ersatzeinsätze sackte die Bilanz unten dafür etwas ab. Aber der Nachwuchs trainiert ja fleißig, um die „Schwäche“ des Ersatzkaders zu beheben. Weitere interessante Details findet ihr im Saisonrückblick von Vincent.

Nächste Saison geht es gleich mit doppelter Verstärkung zurück an die Tische. MJs Wechsel wird durch Paul und André ausgeglichen, wodurch sich Maik die 2. Mannschaft tatkräftig verstärken wird. Angesichts der personellen Verstärkung der ortsnahen Konkurrenz aus der Glockenstraße und aus Holzhausen, wird eine Platzierungsverbesserung diese Saison schwer werden. Aber ohne den Druck des Aufstiegsziels kann man ganz befreit um die weiteren Plätze aufspielen. Und vielleicht gelingt ja erneut eine Überraschung?

2. Herren (2. Bezirksliga)

Tja, wollte man nun aufsteigen oder nicht? Die Antworten fielen da nicht ganz eindeutig aus. Einerseits ja, andererseits müsste man sich dann in der 1. BL beweisen. Insgeheim wurde aber schon ein bisschen auf einen Platz unter den Top 2 der Tabelle und eine Relegationschance gehofft. Und bis zur Halbzeit schien man auch noch gut auf Kurs zu sein. Eine Steigerung von 7 auf 12 Spielteilnahmen der Ersatzspieler zeigen einen der Faktoren, warum es letztlich doch nicht ganz reichte. Ob in Spielen gegen den Ligaprimus, die direkten Verfolger oder eines der anderen Teams, letztlich blieben zu oft Punkte liegen. Im Spagat zwischen Ersatz abstellen und finden und die eigene Form konstant abzurufen, fehlten am Ende zwei Punkte auf Platz 2. Man war nah dran, Platz 4 insgesamt aber doch leistungsgerecht.

Als eines der Highlights bleibt das Auswärtsspiel gegen Colditz in Erinnerung. Gesamtalter unseres unteren PK: 24 Jahre – Punkteausbeute 3,5. Ob man als 11-Jähriger an Bastis Seite das gegnerische D1 paniert oder beim Stand von 8:6 eiskalt einen 1600 LivePZ-Mann abserviert, Gabriel konnte bei seinem Herrendebüt alle vorbehaltlos begeistern. Weitere Details sind Renés Saisonanalyse zu finden.

Nächste Saison beginnt ein neuer Versuch, die obersten zwei Treppchen anzugreifen. Mit Maik und Neuzugang Duc kann das durchaus gelingen, wenngleich der Terminkalender der spielerischen Konkurrenz in Sachen Gefährlichkeit nur wenig nachstehen wird. Niklas und René freuen sich dagegen darauf, unsere neue 4. Division tatkräftig zu unterstützen.

3. Herren (Bezirksklasse)

Weder selbstverständlich noch absehbar war, dass die 3. Division nach einem unglücklichen 5. Platz im Regelbetrieb der 1. Stadtliga doch noch einen Aufstiegsplatz zugeteilt bekam. Umso dankbarer machte sich die Mischung aus hochmotivierten Neuzugängen und verdienten Zetkinesen an die Tische. Dass man mit dem Kampf gegen den Abstieg nicht viel zu tun haben würde, durfte man durchaus berechtigt hoffen. So wollte man einfach mal schauen, was möglich sein würde; solider Mittelfeldplatz oder so. Nach einem klassischen Fehlstart ging es dann Schritt für Schritt nach oben. Nach Platz 2 bei der Herbstmeisterschaft wollte man sich in der Rückrunde nochmal steigern. Das gelang auch, irgendwie. Teils aus eigener Kraft, teils mit passender Schützenhilfe und Verlegungswillen der Gegner (besonderer Dank nochmals an den TTV 96 Grimma!), irgendwie reichte es trotz suboptimalem Abschluss in Liebertwolkwitz zum Titelgewinn – und zum Aufstieg in die 2. BL. Konstante Mannschaftsleistung, gute Doppel und Dominanz im unteren PK und ein super Teamspirit, dazu ein gute Portion Glück – reicht.

In der 2. Bezirksliga wird es diese Saison richtig schwer werden. Realistisch gesehen steht man weit oben, vielleicht auch ganz oben auf der Liste der Abstiegskandidaten. Nun wird das Team beweisen können, ob man die wichtigen Spiele gewinnen kann und die Stimmung angesichts vieler drohender Niederlagen trotzdem positiv und zuversichtlich bleibt. Verstärkung gibt es in Form der Jungtalente Adrian und Till, das untere PK sieht man damit schonmal fest unter heimischer Kontrolle (zumindest in der Hinrunde ;)).

Unsere Jugend-Bezirksmeister erhalten erfreulicher Weise eine Sondereinstufung in die Bezirksklasse der Herren, die Meisterschaft hat sich also doppelt ausgezahlt. Gabriel und Augustin werden Stammspieler der neuen 4. Division, die mit René H., Andreas, Niklas, Christian und Tilo wirkungsvoll verstärkt wird. Wir sind gespannt, ob es mit den avisierten soliden Mittelfeldplatz klappen wird, was wohl auch maßgeblich davon bestimmt ist, wie oft in Bestbesetzung angetreten werden kann.

4. Herren (2. Stadtliga)

Lange blieb es auch bei der 4. Mannschaft spannend. Dass man Absteiger Thekla trotz aller aufstellungstechnisch möglichen Tricks nicht gefährden würde können, war bereits nach Beginn der Rückrunde klar. Das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 2 mit den Grünen Linden aus Liebertwolkwitz entschied man letztlich mit einem guten Punkt Vorsprung erfolgreich, wodurch der 2. Direktaufstiegsplatz gesichert wurde. Zünglein an der Waage war letztlich Ersatzjoker Niels, der im entscheidenden Spiel gegen die Wolkser Konkurrenz mit 3 Einzelsiegen als Einziger maximal punkten konnte. Mit einem 11:9 im 5. Satz tütete Niels einen denkbar knappen 8:6-Sieg ein – das waren ein paar sehr lange und spannende Minuten in der heimischen Arena. Mit durchweg stark positiven Einzelbilanzen darf man trotzdem gern von verdientem Aufstieg sprechen, auch wenn die Spielstärke der Teams innerhalb der Liga doch sehr unausgeglichen war.

Als 5. Herren darf man in der neuen Saison die Rückkehr in die 1. Stadtliga feiern. Angesichts der starken Konkurrenz wird es ein harter Kampf um den Klassenerhalt, motiviert und respektvoll wird das hohe Ziel angegangen. Vielleicht gibt es ja durch die geplante Neuformation einer Stadtoberliga Schützenhilfe von anderer Seite.

5. Herren (1. Stadtklasse)

Hier gab ein klares Saisonziel: Aufstieg – erneut. Schließlich musste im Vorjahr zugangsbedingt eine Ehrenrunde in der 2. Stadtklasse gedreht werden. Irgendwie gemein, was oft unbeachtet am unteren Mannschaftsende des Vereins passiert. Aber wie schon im Jahr zuvor, wurde das Ziel beeindruckend souverän umgesetzt. 36:0 Punkte, 200:52 Spiele, Meisterschaft und Aufstieg ohne Punktverlust, kommt nicht so oft vor! Alle knappen Spiele (3x 8:6 und 1x 9:5) wurden erfolgreich beendet. Kurios dabei das Rückrundenduell gegen den Ligadritten ELS 6, nach einer 7:0-Führung fand man sich plötzlich beim Stand von 7:5 wieder, ehe Niels den Sack im vorletzten Spiel endlich zuband. Die Einzelbilanzen durchweg stark positiv, so wie es vom Meister zu erwarten ist. Weiter so! 🙂

Diese Saison darf sich als 6. Herren nun in der 2. Stadtliga mit deutlich spielstärkerer Konkurrenz um Punkte gestritten werden. Keine leichte Aufgabe, deswegen der Klassenerhalt allererstes Ziel, das wird schwer genug.

6. Herren (2. Stadtklasse)

Wer hat noch nicht wer will nochmal, so könnte man das Jahresmotto angesichts der langen Spielerliste zusammenfassen. Immerhin schaffte es Kapitän Tobias als einziger in den zweistelligen Bereich der Spielteilnahmen. Rentner haben nie Zeit, könnte man boshaft eine alte Weisheit zitieren, dabei darf sich nur ein Teil des Teams am Altersruhestand erfreuen. Ob nun fehlender Wille oder Zeit, es war definitiv Schwerstarbeit, ein vollständiges Quartett für die Spiele zu organisieren. Kein Team tut sich schwerer damit, die Kapitänsrolle zu besetzen – das hat schon seine Gründe. Gespielt wurde – gelegentlich – auch und der Nachwuchs beteiligte sich gern am auffüllen freier Plätze im Startaufgebot. Mit Platz 6/8 blieb man vielleicht etwas hinter den Möglichkeiten zurück, aber angesichts der Personalrotation geht das Ergebnis in Ordnung. Wobei der Abstand nach ganz unten gern noch etwas komfortabler hätte ausfallen können.

Trotzdem, auch nächste Saison spielt man weiter oberhalb der untersten Spielklasse. 7. Herren, definitiv sind wir kein kleiner Verein mehr. Dabei ist die Bezeichnung etwas irreführend, denn unser spielhungriges neues Damenteam wird hier gelegentlich Gastauftritte geben, um die spielarme Zeit (insgesamt 8 Pflichtspiele) in der Bezirksliga der Damen zu überbrücken.  Außerdem freut sich Ata auf sein erstes Planjahr bei den Erwachsenen. Erneut wird die Organisation der Aufstellung eine anspruchsvolle Aufgabe, die der neue Kapitän Erhard dank großer Erfahrung sicher gut bewältigen wird.

 

Gratulation an alle Teams und viel Erfolg für die neue Saison 2017/18!!!

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